Blog

  • 548 Mrd. € potentielle Haftungsrisiken der Euro-„Rettung“ dank Altparteien

    Sie wollen nahezu tagesaktuell wissen, wie hoch Deutschlands Haftungsrisiken aus der Euro-„Rettung“ sind?

    Dann empfehlen wir einen Klick auf den Haftungspegel des Ifo-Instituts des ehemaligen Westfalen Prof. Werner Sinn in München:

    http://www.cesifo-group.de/de/ifoHome/policy/Haftungspegel.html

    548 Mrd. € potentielles Risiko für Deutschland – rund 13.000 € pro Steuerzahler! – Stand 13.06.2014

    Glauben Sie, dass Parteien, die derartige Risiken für Deutschland eingehen, IHRE Interessen vertreten? Wir nicht!

    Deshalb arbeiten wir in der Alternative für Deutschland an einer Alternative für Deutschland!

    Und Sie? Machen SIE mit! Wenn nicht jetzt, wann dann?

  • Leidenschaftliche Diskussionen bei Interessententreffen am 17.06.2014 in Olfen

    Die AfD hat im südlichen Kreis Coesfeld, in Olfen und Nordkirchen, verglichen zum sonstigen Münsterland mit 4,7 – 5,1 % (durchschnittlich 4,9 %) überdurchschnittlich gut abgeschnitten.

    Um mit den ca. 550 AfD-Wählern dieser Gemeinden ins Gespräch zu kommen, fand ein erstes Interessententreffen am 17.06.2014 in Olfen statt.

    Die Teilnehmerzahl war mit 8 Interessenten bzw. Mitgliedern angesichts der Fußball-WM (?) noch recht überschaubar. Während also die Quantität angesichts der Wählerschaft noch enormes Steigerungspotential aufweist, überzeugte die Qualität der Diskussion: Die AfD-Sympathisanten diskutierten leidenschaftlich politische Themen und künftige Maßnahmen zur Mitgliedergewinnung.

    Gestalten Sie eine alternative Politik in Deutschland mit – Ihr Mitwirkung bei einem AfD-Interessententreffen oder -Stammtisch kann dazu der erste Schritt sein!

    Wir laden Sie herzlich dazu ein! Termine finden Sie rechtzeitig auf dieser Website.

    Anzeige_AfD_Dankeschön_5sp70

  • Bezirksparteitag am 21.06.2014 schaffte Aufbruchstimmung für programmatische Arbeit

    Auf dem Bezirksparteitag in Münster am 21.06.2014 wurden Frau Malisch, eine Dozentin für Logistikfragen, sowie Herr Preuss, ein Berufsschullehrer, als Nachfolger für zwei ausgeschiedene Vorstandsmitglieder gewählt. Beide wollen sich der Koordination der programmatischen Arbeit der Kreisverbände widmen.

    Die vorgeschlagene paritätische Besetzung des Bezirksvorstand durch jeweils ein Mitglied der 8 Kreisverbände zuzüglich des Schatzmeisters wurde mehrheitlich abgelehnt – nach dem Motto: Kompetenz ist wichtiger als regionale Herkunft.

    Kompetenz soll auch die programmatische Arbeit im Bezirk und im Land vorantreiben:

    Auf Bezirksebene wird beim nächsten Parteitag im Spätsommer die programmatische Arbeit deutlich stärker im Fokus stehen, insbesondere die Positionierung zu wesentlichen Regional- und Landesthemen.

    Auf Landesebene werden  in Kürze ca. 10 thematisch gebündelte Landesfachausschüsse die programmatische Arbeit der bisherigen ca. 25 Landesarbeitskreise fortsetzen.

    Der Kreisverband Coesfeld kann wie jeder andere nordrhein-westfälische Kreisverband je 2 Mitglieder in die einzelnen Fachausschüsse entsenden.

    Die Auswahl dieser Mitglieder wird nach derzeit noch in der Diskussion befindlichen, landesweit einheitlichen Kriterien (z. B. fachliche Kompetenz, bisherige Mandatsarbeit, bisherige Arbeit in Landesarbeitskreisen) erfolgen, die heute vom Bezirksparteitag grundsätzlich gutgeheißen wurden.

    Für die Mitarbeit in den einzelzen Landesfachausschüssen kann sich jedes Mitglied bewerben – nutzen Sie Ihre Chance, die AfD programmatisch mitzugestalten!

    Sie werden begeistert sein von der Motivation der AfD-Mitglieder!

  • Einzug der AFD ins Europaparlament

    Die AFD konnte bei den Wahlen zum Europaparlament 7% der Wählerstimmen auf sich vereinen. Das ist als sehr großer Erfolg zu werten, denn im Vergleich zur Bundestagswahl im letzten Jahr, wo die Alternativen mit 4,8% nur knapp die 5%- Hürde verfehlten, konnten jetzt nochmals 2,2% hinzugewonnen werden.

    Der Kreis Coesfeld blieb mit 3,78% deutlich unter dem Bundestrend, konnte aber ebenso Wählerstimmen hinzugewinnen, was man als Erfolg werten kann, zumal wir uns diesmal noch nicht an den Kommunalwahlen beteiligt haben.

    http://www.kreis-coesfeld.de/anwendungen/wahlen/europa2014/

     

     

     

  • Wir sind Bürger, keine Berufspolitiker

    1. Solide Währung statt Euro-Schuldenchaos
    2, Deutschlands Gewicht in Europa stärken
    3. Gegen den europäischen Überstaat
    4. Für Marktwirtschaft und soziale Verantwortung
    5. Für Familien mit Kindern
    5. Für eine moderne Einwanderungspolitik
    6. Mehr Bürgerbeteiligung in Deutschland.
    7. Kriminalität bekämpfen, Opfer schützen.

  • Wege aus der Eurofalle

    17ulvs2

     

     

     

    Parallelwährungen
    Die Krise macht eine kleine Pause. Das sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass die langfristigen Perspektiven der Währungsunion noch immer alles andere als rosig sind. Deshalb lohnt es sich, über Parallelwährungen nachzudenken.
    Von ULRICH VAN SUNTUM

    [divider]

    Die Eurozone steckt 15 Jahre nach Einführung der Gemeinschaftswährung in existentiellen Schwierigkeiten. Von den ursprünglichen Stabilitätsvereinbarungen ist inzwischen nicht mehr viel übriggeblieben: Selbstverantwortung für die nationalen Schulden, Verbot der monetären Staatsfinanzierung, Maastrichter Schuldengrenzen – all das steht bestenfalls noch auf dem Papier. Aus der unabhängigen, allein der Geldpolitik verpflichteten Zentralbank ist eine fiskalische Institution geworden, welche Schuldtitel der schwächeren Mitgliedsländer in großem Stil und ohne Rücksicht auf die Bonität aufkauft. Auf diese Weise sollen Länder wie Griechenland und Italien in der Währungsunion gehalten werden, die eigentlich von Anfang an nicht dafür qualifiziert gewesen sind. Nachdem sie früher ihre Verschuldungsprobleme durch Inflationierung und Abwertung der eigenen Währung gelöst haben, hat diese Rolle inzwischen die Europäische Zentralbank (EZB) für sie übernommen. Denn die Rediskontierung von Schuldpapieren maroder Banken und überschuldeter Staaten ist nichts anderes als die Schöpfung von Geld ohne echten Gegenwert. Mit diesem Geld können die betreffenden Länder im Euroraum reale Güter erwerben.

    Auch wenn die Inflationsrate derzeit niedrig ist – irgendjemand muss die Kosten für dieses Geschenk tragen. Derzeit sind das vor allem die Sparer in den Überschussländern. Wegen der nicht einmal die Inflationsrate deckenden Niedrigzinsen erleiden sie allein in Deutschland reale Vermögensverluste von 14 Milliarden Euro im Jahr. Spätestens wenn es zu offiziellen Abschreibungen der von EZB und Rettungsfonds gehaltenen Problempapiere kommt, werden aber auch die Steuerzahler zur Kasse gebeten.

    Zwar bilden sich die Zahlungsbilanzdefizite der Problemländer derzeit zurück, und an den Kapitalmärkten ist vorerst wieder etwas Ruhe eingekehrt. Dazu hat zweifellos das Versprechen der EZB beigetragen, im Rahmen ihres OMT-Programms notfalls weitere Staatsanleihen in unbegrenzter Höhe zu erwerben. Hinzu kommt der Rettungsfonds ESM, der im Gegensatz zu seinem Vorgänger EFSF die Überschussländer in eine unkündbare Dauerhaftung gebracht hat. Aber die fundamentalen Schwierigkeiten des Euroraums sind damit keineswegs gelöst, im Gegenteil. Indem die ursprünglich als Notmaßnahmen gerechtfertigten Vertragsbrüche nunmehr zum Prinzip erhoben wurden, sind die Anreize für eine nachhaltige Politik der Problemländer eher noch geringer als zuvor.

    Die Einheitswährung war ein Schritt zu weit für die Problemländer

    Da nützt es auch wenig, dass die Hilfsmaßnahmen jeweils an entsprechende Konsolidierungsanstrengungen gebunden sind. Denn die Disziplinierungsfunktion des Marktzinses für zu hohe Schulden ist faktisch ausgeschaltet, die Auflagen von ESM und EZB kann man beliebig dehnen bis hin zur Unwirksamkeit. Denn was soll geschehen, wenn Konsolidierungserfolge ausbleiben? Will man dem betreffenden Land den Geldhahn zudrehen oder es gar aus der Währungsunion ausschließen? Das würde der bisherigen Rettungsphilosophie widersprechen, die für einen solchen Fall ja stets eine neue Finanzkrise prophezeit hat. Es wird den Rettungsinstitutionen nach ihrer eigenen Logik also nichts anderes übrigbleiben, als immer wieder nachzugeben. Damit aber droht der Euro zu einer Inflations- und Schuldenwährung zu werden, ähnlich den früheren Nationalwährungen der Länder, die über die Mehrheit in den Eurogremien verfügen. So hat die Lira zwischen 1963 und 1999, dem Beginn des Euro, mehr als 80 Prozent ihres Wertes gegenüber der D-Mark eingebüßt, der französische Franc immerhin mehr als 60 Prozent. An diese Politik knüpfen die betreffenden Länder jetzt wieder an – nur mit dem Unterschied, dass diesmal die Sparer der Überschussländer die Kosten mitzutragen haben.

    Die derzeitige Krisenpause sollte über diese langfristig zutiefst beunruhigenden Perspektiven nicht hinwegtäuschen. Dem Patienten geht es nicht wirklich besser, die eigentliche Krankheit arbeitet sich vielmehr unter dem Morphium der EZB-Garantien immer weiter fort. Im Übrigen ist auch aktuell die Wettbewerbsfähigkeit der Defizitländer noch keineswegs wiederhergestellt. So gehen die inzwischen ausgewiesenen Senkungen der Lohnstückkosten vor allem in Portugal und Spanien hauptsächlich auf die Entlassung der unproduktivsten Arbeitskräfte zurück, nicht auf echte Produktivitätssteigerungen (DIW). Auch hinter den rückläufigen Leistungsbilanzdefiziten stehen zum guten Teil rezessionsbedingte Importrückgänge und weniger eine Erstarkung der Exportwirtschaft. Vor allem gibt es keine Entspannung an der Schuldenfront. Griechenland wird zweifellos einen neuen Schuldenschnitt benötigen, auch Italien und Portugal sind meilenweit davon entfernt, wieder in die Nähe der Maastrichter Schuldenhöchstgrenzen zu kommen.

    Die aktuelle Ruhephase sollte dafür genutzt werden, über eine Reform des Euroraums nachzudenken. Die Einheitswährung hat sich als ein Schritt zu weit für die Problemländer erwiesen. Wegen des fehlenden Wechselkursmechanismus bleiben ihnen nur noch drei Möglichkeiten, mit ihren Defiziten fertig zu werden: Eine harte Anpassungsdeflation (reale Abwertung), Finanzhilfen der Überschussländer bis hin zum teilweisen Schuldenerlass oder Inflationierung des Euro mit dem Ziel der kalten Enteignung ihrer Gläubiger. Realisiert wurde bisher eine Kombination aus allen drei Instrumenten, wobei die Inflationsrate zwar niedrig gehalten wurde, die Zinsen aber noch niedriger (finanzielle Repression). Alle drei Lösungskomponenten sind mit so hohen Kosten für die jeweiligen Bevölkerungen verbunden, so dass der Euro darüber inzwischen zum politischen Sprengsatz geworden ist, statt wie erhofft Europa zu integrieren.

    Parallelwährungskonzepte für mehr Flexibilität im Euroraum

    Aus nicht näher bekannten Gründen scheinen maßgebliche Politiker in Deutschland zu glauben, eine Fiskalunion veränderte die Dinge zum Besseren. Der monetären Integration, so wird argumentiert, müsse nun die fiskalische oder gar die politische Union folgen. Für sich genommen, ist das vielleicht sogar richtig. Allerdings sollte man sich keine Illusionen darüber machen, in welche Richtung die gemeinsame Politik dann gehen würde. Niemand in Italien, Frankreich oder Spanien denkt an deutsche Stabilitätspolitik. Alle historische Erfahrung sowie auch die jüngsten Entwicklungen weisen vielmehr in Richtung einer Inflations- und Schuldengemeinschaft, welche vor allem den Staat als größten Schuldner auf Kosten der Sparer begünstigt.

    Eine Fiskalunion wird in den Problemländern zudem als Erweiterung der Haftungsgemeinschaft verstanden. Nicht nur die Bankschulden, auch die Risiken etwa der Arbeitslosenversicherung sollen neuesten Vorschlägen zufolge künftig gemeinsam getragen werden. Damit wären weitere gigantische Transfers in die Problemländer verbunden. Denn diese haben nicht nur weitaus mehr marode Titel in ihren Bankbilanzen, sondern auch ungleich höhere Arbeitslosenquoten als etwa Deutschland und Österreich. Allein bei den Bankschulden der Problemländer geht es um rund 9 Billionen Euro, was nochmals dem dreifachen Betrag ihrer Staatsschulden entspricht. Zwar sollen zunächst nur neue Bankschulden und nicht die Altlasten gemeinschaftlich getragen werden. Aber mit kleinen, scheinbar harmlosen Schritten hat auch die Rettung Griechenlands begonnen. Wer politisch nicht naiv ist, muss wissen, wohin diese Reise geht.

    Was können die soliden Länder jetzt noch tun? Ein abrupter Ausstieg etwa Deutschlands aus der Währungsunion könnte zu Panik an den Finanzmärkten führen und wäre auch politisch kaum durchzustehen. Viele Ökonomen haben deshalb resigniert und halten die Eurofalle für längst zugeschnappt. Es gibt aber auch Vorschläge, den Euroraum wieder flexibler zu machen, was die Wechselkurse und den Umgang mit anhaltenden Zahlungsbilanzungleichgewichten angeht. In diesem Zusammenhang werden insbesondere Parallelwährungskonzepte diskutiert, die zumindest als Übergangslösung zu einem neuen Währungsregime dienen könnten. Ähnliche Ideen waren schon bei den ersten Überlegungen zu einer europäischen Währungsunion von namhaften Ökonomen wie Herbert Giersch vorgeschlagen worden. Auch die Vorstellungen der Bank von England gingen Anfang der 1990er Jahre in diese Richtung, konnten sich aber nicht durchsetzen.

    Ein Überschießen des Wechselkurses wäre kaum möglich

    Parallelwährungen sind in der Wirtschaftsgeschichte gar nicht selten gewesen. Meist entstanden sie spontan in Reaktion auf Münzverschlechterung und Inflation, wie Fritz W. Meyer und Alfred Schüller in einem Aufsatz von 1976 ausführlich beschrieben haben. Beispiele sind die „Bancomark“ von 1619 und die „Goldmark“, die nach der großen Inflation von 1923 allgemein als Recheneinheit verwendet wurde, obwohl sie physisch niemals existierte. Eine Parallelwährung muss also nicht notwendigerweise alle Geldfunktionen gleichzeitig erfüllen. Es ist durchaus möglich, dass eine relativ instabile Währung weiter als alleiniges Zahlungsmittel verwendet wird, während langfristige Sparanlagen und Verträge in einer anderen, nur als Buchgeld existierenden Währung getätigt werden.

    Diese Idee einer Trennung der Geldfunktionen als Schutz vor Inflation griff 1932 der österreichische Geldtheoretiker Robert Eisler wieder auf. Sein Konzept wurde in den 1960er Jahren in Chile erfolgreich angewandt und könnte auch für die Überschussländer des Euroraums einen Weg aus der Eurofalle weisen. Die Grundidee ist relativ einfach. Sie besteht darin, absolut wertstabile Parallelwährungen (Hart-Euro) als reine Buchwährung zusätzlich zum normalen Euro zu schaffen. Das könnte jedes Überschussland autonom tun, indem es seine neue Währung an die nationale Inflationsrate koppelt. Der Umtauschkurs gegenüber dem Euro würde zu Beginn 1:1 betragen, im Zeitverlauf aber mit der jeweiligen Inflationsrate ansteigen. Der nationale Hart-Euro wäre also eine absolut wertstabile Indexwährung, die als Wertaufbewahrungsmittel und zunehmend auch als Recheneinheit für Tarifverträge und andere langfristige Geschäfte dienen könnte. Indem die Notenbanken der Überschussländer den jederzeitigen An- und Verkauf des Hart-Euro zu diesem Kurs garantieren, legen sie auch die Kurse ihrer Hartwährungen untereinander faktisch fest. Letztere würden so immer den Inflationsdifferenzen (in Euro berechnet) entsprechen, ohne dass es dazu weiterer Absprachen bedürfte. Auch wäre ein Überschießen des Wechselkurses mit entsprechenden Exporteinbrüchen, wie es etwa im Falle der Einführung einer frei floatenden neuen D-Mark befürchtet wird, kaum möglich. Notfalls könnten die Notenbanken gegen entsprechende Übertreibungen am Devisenmarkt intervenieren, so wie sie es im Europäischen Währungssystem vor Einführung des Euro getan haben.

    Löhne sollten nicht auf Hart-Euro umgestellt werden

    Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass niemand zum Währungsumtausch oder zur Verwendung der neuen Währung gezwungen würde. Daher käme es auch nicht zu Kapitalflucht oder ungewollten Bilanzverlusten, wie es in anderen Parallelwährungskonzepten der Fall wäre. Da der Euro zunächst alleiniges Barzahlungsmittel in allen Ländern der Währungsunion bliebe, würden auch kurzfristige Liquiditätsreserven wie etwa Girokonten weiterhin überwiegend auf Euro lauten. Längerfristige Spareinlagen könnten und würden dagegen überwiegend in nationale Hart-Euro umgetauscht werden, um sich vor Inflation und finanzieller Repression zu schützen. Das klingt komplizierter, als es im Alltag der Fall wäre. Denn jeder Tourist oder Berufstätige, der sich in einem Nichteuroland aufhält, ist in einer ganz ähnlichen Situation: Er zahlt in einer anderen Währung als der, in der er rechnet, seine Ersparnisse angelegt hat und sein Gehalt empfängt. In Großstädten wie London ist es ohnehin üblich, wahlweise in Pfund, Euro oder Dollar bezahlen zu können, ohne dass dies zu besonderen Schwierigkeiten führt.

    Der Hauptvorteil solcher Parallelwährungen wäre, dass die Defizitländer im normalen Euro verbleiben und diesen weiter inflationieren könnten. Denn mit der Entwertung des Euro verbessert sich ihre Wettbewerbsposition, ohne dass sie den harten Weg der realen Abwertung gehen müssten. Zugleich steigt aber der Kurs der nationalen Hart-Euro-Währungen entsprechend, so dass die darin angelegten Ersparnisse der Bürger wertstabil bleiben. Natürlich werden die Arbeitnehmer in den Überschussländern über kurz oder lang verlangen, dass auch ihre Löhne in Hart-Euro festgelegt werden, da sie sonst Einbußen im Realeinkommen erleiden. Das Gleiche gilt für längerfristige Verträge wie Mieten, Pachten und dergleichen. In den Überschussländern würde sich also allmählich der nationale Hart-Euro auch als Vertragswährung durchsetzen. Das ist für ihre Wettbewerbsfähigkeit unproblematisch, da ja die neue Währung immer nur im Ausmaß der Inflationsrate gegenüber dem alten Euro aufwertet. Umgekehrt dürfen allerdings die Defizitländer nicht den Fehler machen, nun ihrerseits ihre Löhne ebenfalls auf Hart-Euro umzustellen. Wenn sie Nutzen aus der Inflationierung des Euro ziehen wollen, müssen sie vielmehr den damit verbundenen Realeinkommensverlust hinnehmen. Das ist jedenfalls leichter als im Falle einer – derzeit stattfindenden – realen Abwertung, wie die katastrophale Situation am Arbeitsmarkt dieser Länder zeigt.

    Keine Ausweitung der Geldmenge

    Vorschläge für inflationsindexierte Wertpapiere zum Schutz der Sparer vor finanzieller Repression wurden schon früher gemacht, etwa von Thomas Mayer und Hans-Werner Sinn in der F.A.Z. vom 26. November 2011. Solche Papiere wären aber wenig liquide und könnten jedenfalls nicht ein normales Sparbuch oder gar Girokonto ersetzen. Im Unterschied dazu wäre ein nationaler Hart-Euro echtes Geld, wenn auch nur in Buchform. Er könnte jederzeit ohne nennenswerte Transaktionskosten für Zahlungszwecke eingesetzt oder in normale Euro umgetauscht werden. Da Letzteres ebenfalls nur eine Buchung und keinen physischen Umtausch erfordern würde, träten dafür auch kaum Kosten auf. Notfalls könnte man die Banken zwingen, Umbuchungen kostenfrei vorzunehmen, denn mehr als der Lösung einer einfachen Dreisatzaufgabe bedarf es dafür nicht.

    Wie sieht die buchhalterische Gewinn- und Verlustbilanz bei Einführung des Hart-Euro aus? Der Gewinn liegt eindeutig bei den Sparern in den Überschussländern, denen jedoch entsprechende Verluste ihrer Zentralbanken gegenüberstehen. Denn diese tauschen ja wertstabile Hart-Euro gegen wertinstabile Euro ein und müssen daher im Laufe der Zeit entsprechende Abschreibungen in ihrer Bilanz vornehmen. Dennoch bleibt den Überschussländern ein Nettovorteil, denn die Notenbankverluste werden nach dem Kapitalanteilsschlüssel der EZB auf alle Euroländer verteilt. Nachdem sich die Problemländer bisher auf Kosten aller bereichert haben, drehen jetzt also die Überschussländer den Spieß um. Es findet per saldo dabei übrigens keine Ausweitung der Geldmenge statt, denn die Hart-Euro werden ja nur im Austausch gegen normale Euro herausgegeben. Das gleiche Perpetuum mobile der Gemeinschaftswährung, das bisher die Problemländer begünstigt hat, läuft damit praktisch rückwärts und schützt nunmehr die Sparer der Überschussländer vor den Folgen einer ungehemmten Eurogeldschwemme.

    Hart-Euro-Konten wären für Kleinanleger interessant

    Realwirtschaftlich ist dadurch sowohl eine Senkung des Kapitalmarktzinses als auch eine Zunahme der Investitionstätigkeit zu erwarten. Denn da die Einlagen der Kapitalanleger in den Überschussländern nun wertstabil sind, werden die Ersparnisse steigen und auch wieder längerfristig angelegt werden. Das verbilligt die Investitionskosten der Unternehmen und kommt somit Arbeitsmarkt und Wirtschaftswachstum zugute. Auch der Staat kann von den sinkenden Kapitalmarktzinsen profitieren, muss aber andererseits auch einen Teil der Zentralbankverluste tragen. Es mag verwundern oder sogar widersprüchlich erscheinen, dass der Kapitalmarktzins für die Unternehmen sinkt, obwohl die Ersparnisse nach Einführung des Hart-Euro nun höher und jedenfalls nicht mehr negativ verzinst werden. Aber erstens können die Banken jetzt mehr Ersparnisse an die Unternehmen ausleihen, und zweitens werden sie ihre eigenen Reserven ebenfalls überwiegend in Hart-Euro anlegen und damit eine höhere Verzinsung erhalten als zuvor für ihre Euroreserven. Beides versetzt sie in die Lage – und zwingt sie im Wettbewerb – zur Anhebung der Sparzinsen.

    Eine weitere Frage ist die, ob die Hart-Euro überhaupt bei den richtigen Adressaten ankommen werden. Könnten nicht Fluchtgelder etwa aus Griechenland oder Italien einen Teil davon vereinnahmen? Das ist theoretisch möglich, allerdings nur in geringem Umfang, da die Notenbanken der Überschussländer nur Geschäfte mit inländischen Kreditinstituten tätigen. Zudem sind Hart-Euro-Konten vor allem für kleine Sparer interessant, während große Kapitalanleger andere Anlageformen bevorzugen. Im Übrigen sieht das Konzept eine unlimitierte Umtauschbereitschaft der Notenbanken von Euro gegen Hart-Euro vor, andernfalls wäre dessen Kurs nicht wie gewünscht steuerbar. Kein deutscher Sparer wird also mit seinem Umtauschwunsch abgewiesen werden. Allerdings steigt der Kurs des Hart-Euro jährlich um die Euro-Inflationsrate, so dass es immer teurer wird, seine Währungsreserven umzuschichten.

    Schrittweise Rückführung der Währungsunion

    Im Prinzip könnten solche Parallelwährungen auf Dauer bestehen bleiben. Die Bürger der Überschussländer hätten dann mit ihrem nationalen Hart-Euro eine wertstabile Geldanlage und mit dem normalen Euro dennoch ein gemeinsames, wenngleich weniger wertstabiles Zahlungsmittel. Allerdings dürfte auf Dauer wohl der Wunsch nach einem einheitlichen Geld im jeweiligen Land überwiegen. Früher oder später wird man daher in den Überschussländern dazu übergehen, den Hart-Euro auch als Bargeld einzuführen. Schon bald dürfte er dann den Euro in diesen Ländern ganz verdrängen. Dem Hart-Euro-Block würden neben Deutschland wohl auch die Niederlande, Österreich und Finnland angehören. Nicht auszuschließen ist, dass vielleicht auch andere skandinavische Länder und einige frühere Ostblockstaaten wie etwa Estland dazu stoßen werden.

    Die südlichen Länder behielten dagegen mit dem normalen Euro eine schwächere Währung. Die heikle Frage in ähnlichen Reformmodellen, wohin Frankreich dabei gehören würde, würde sich hier kaum stellen. Denn auch Frankreich könnte selbst entscheiden, ob es eine nationale Hartwährung einführen will oder nicht. Eine gemeinsame Zentralbank der Hartwährungsländer ähnlich der EZB würde es nicht geben, ebenso wenig eine Ein- oder Austrittsproblematik. Vielmehr funktioniert der Wechselkursmechanismus in einem System inflationsindexierter Währungen automatisch, ähnlich wie im früheren Goldstandard. Die EZB wiederum verlöre allmählich ihren Einfluss auf die Hartwährungsländer, während diese untereinander als Währungsblock in einer Art EWS 2.0 kooperierten.

    Die Parallelwährung ist in diesem Szenario also nur eine Übergangslösung. Sie würde die schrittweise Rückführung der Währungsunion in ein flexibleres Gebilde ermöglichen, ähnlich wie ja auch der Euro selbst schrittweise (und zunächst ebenfalls nur als Buchgeld) eingeführt worden ist. Die Hart-Euro-Einführung würde sogar noch eleganter vonstattengehen, da sie hier nicht zwangsweise, sondern rein evolutorisch erfolgt. Diese Konstruktion würde sowohl ein Überschießen des Wechselkurses als auch eine Panikreaktion der Finanzmärkte weniger wahrscheinlich machen. Sie hätte deswegen wohl mehr politische Akzeptanz als mancher andere Vorschlag, ließe sich aber notfalls auch gegen den Willen der Defizitländer durchsetzen. Denn für die Einführung einer inflationsgeschützten Geldanlage etwa durch die Bundesbank braucht diese nicht die Zustimmung der EZB oder der europäischen Finanzminister, ja nicht einmal der Bundesregierung. Mehr aber würde die Einführung eines Hart-Euro zunächst einmal nicht erfordern. Er wäre damit die ökonomisch und politisch niedrigschwelligste Möglichkeit, dem Euroraum die dringend benötigte Flexibilität wiederzugeben, die er durch die Einheitswährung verloren hat.

    [divider]

    Quelle: http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/parallelwaehrungen-wege-aus-der-eurofalle-12734752.html

  • Bezirksverband Münster im Landesvorstand der AfD vertreten

    Der Vorsitzende des Bezirksverbandes Münster, Mario Mieruch, wurde am vergangenen Wochenende in den neuen Landesvorstand der Alternative für Deutschland (AfD) gewählt.
    Der Kreisverband Coesfeld der AfD freut sich, dass das Münsterland somit auch im neuen Landesvorstand personell vertreten ist.
    Der erst kürzlich gegründete Kreisverband Coesfeld der AFD wird sich in den kommenden Monaten intensiv der Gründung von Ortsverbänden und der Strategie für den Europawahlkampf widmen. Die AfD ist eine Euro-kritische Partei, die sich klar zu einem Europa der Vielfalt bekennt und einen von Brüssel regierten europäischen Zentralstaat ablehnt.
    Der nächste AfD Stammtisch findet am Donnerstag, 12.12.2013, ab 20:00 Uhr im Ricordo in Lüdinghausen statt.
    Hierzu sind, wie immer, auch interessierte BürgerInnen eingeladen.

  • Gründung des Kreisverbandes Coesfeld

    Sehr geehrte Mitglieder und Förderer der Alternative für Deutschland im Kreis Coesfeld,

    der Kreisverband Coesfeld der Alternative für Deutschland hat sich gegründet.
    Wir freuen uns, Ihnen den gewählten Kreisvorstand vorstellen zu dürfen:

    Sprecherin und Vorsitzende

    Dorothe van Suntum

    Stellvertretende Sprecher

    Helmut Leufgen
    Carsten Garbelmann
    Klaus Hane

    Schatzmeisterin

    Martina Kappenberg

    Beisitzer

    Helmut Hoff
    Bernd Hagemeister

    Rechnungsprüfer

    Wolfgang Lambrecht
    Phillip Plettenberg

    [divider]

    Wir würden uns freuen, Sie bei unseren nächsten Veranstaltungen / Stammtischtreffen begrüßen zu dürfen.
    Ihre Teilnahme und natürlich auch Mitarbeit ist ausdrücklich erwünscht, und natürlich sind auch Nichtmitglieder der AFD herzlich willkommen.

  • „Alternative für Deutschland“ gründet Kreisverband Coesfeld / Dorothe van Suntum Sprecherin

    IMG_4261

    Kreis Coesfeld. Im Europa-Wahlkampf wollen sie auf jeden Fall aktiv mitmischen. Das Antreten zur Kommunalwahl ist allerdings noch offen. Im Brauhaus Stephanus in Coesfeld hat sich am Dienstagabend der Kreisverband Coesfeld der „Alternative für Deutschland“ (AfD) konstituiert. Erste Kreis-Sprecherin der eurokritischen Partei, die im September nur knapp den Sprung in den Bundestag verpasste, ist die 50-jährige Nordkirchenerin Dorothe van Suntum, Gattin des bekannten Volkswirtschafts-Professors Ulrich van Suntum. Die Krankenschwester und Kosmetikerin, die bereits als Direktkandidatin bei der Bundestagswahl für die AfD angetreten war, konnte sich allerdings erst im zweiten Wahlgang gegen den 46-jährigen Polizeibeamten Carsten Garbelmann aus Herbern durchsetzen. Im ersten Wahlgang hatten je fünf Mitglieder fürbeide Kandidaten gestimmt, im zweiten stand es 5:4 für van Suntum, nachdem eine Stimmabgabe für ungültig erklärt worden war.

    Von Detlef Scherle

    [divider]

    Sehr formell, wenig politisch ging es bei der Gründungsversammlung zu, an der 20 Interessierte, darunter zehn Mitglieder, teilnahmen. Insgesamt sollen derzeit 33 Bürger aus dem Kreis Coesfeld offiziell als Mitglieder eingetragen sein.

    Penibel genau wurde bei der Versammlung die Stimmberechtigung geprüft. Ein Vertreter des Landesvorstands kontrollierte Ausweise. Wie hinter vorgehaltener Hand zu erfahren war, herrscht Sorge vor Unterwanderung der neuen Partei von Rechtsaußen. Immer wieder wurden Kandidaten für den Vorstand gefragt, ob und wenn ja in welchen Parteien sie vorher schon einmal Mitglied waren.

    „Langsam ist es peinlich, wenn man nicht in der Lage ist, die Listen zu pflegen“, kommentierte ein aus Dortmund zugezogenes Mitglied die Weigerung des Versammlungsleiters, ihm Stimmrecht zuzuerkennen. Er hatte seinen Partei-Ausweis nicht dabei. Auf der Liste für den Kreis Coesfeld war er noch nicht verzeichnet. Dann wurde telefonisch Rücksprache mit der Landesebene gehalten – und der Mann durfte doch noch mitwählen.

    Viele der Kandidaten für den Kreisvorstand waren vorher noch nie in einer Partei Mitglied, einige gaben CDU und FDP als frühere politische Heimat an. Zu den Stellvertretern von van Suntum wurden Carsten Garbelmann (8 Stimmen) Helmut Leufgen (9 Stimmen) aus Havixbeck und Klaus Hane (6 Stimmen) aus Nordkirchen gewählt, die sich unter insgesamt fünf Kandidaten durchsetzten. Erster Stellvertreter ist Leufgen, der früher Mitglied in der CDU war. Er ist 62 Jahre alt und Direktor des Amtsgerichts Dülmen. Komplettiert wird der Vorstand durch Martina Kappenberg (51 Jahre, Bilanzbuchhalterin eines Altenheims in Nordkirchen) als Schatzmeisterin und den Beisitzern Bernd Hagemeister (56) aus Darfeld und Helmut Hoff (62) aus Senden.

    Erste Aufgabe des Vorstands, so Kreisverbands-Sprecherin van Suntum auf Nachfrage unserer Zeitung, werde nun sein, die Aufgabenverteilung zu regeln und die Entscheidung zu treffen, ob die AfD bei den Kommunalwahlen antreten soll.

    [divider]

    Quelle: http://www.azonline.de/Muensterland/Kreis-Coesfeld/Alternative-fuer-Deutschland-gruendet-Kreisverband-Coesfeld-Dorothe-van-Suntum-Sprecherin-Antreten-zur-Kommunalwahl-noch-offen